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So reparierst du einen platten Reifen

mit JESSICA BROUSSEAU, Pro Mechanikerin für Liv Racing

Reifenpannen kommen vor. Wenn du dieses fatale „Puff“ spürst oder hörst, gerate nicht in Panik. Selbst wenn du gerade zur Arbeit fährst und schon spät dran bist, haben wir etwas für dich: Unser Leitfaden erklärt dir, wie du den Reifen im Handumdrehen reparierst und deine Fahrt fortsetzen kannst.

Was du brauchst

Was du eventuell noch brauchst:

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Schlauchwechsel:

  1. Halte an! Fahre an den Straßen- oder Wegesrand, wo du sicher bist. Entferne deine Satteltasche und deinen Fahrradcomputer, wenn vorhanden.
  2. Schalte! Wenn der Hinterreifen platt ist, schalte auf das kleinste Ritzel der Kassette. So lockert sich die Kette und du kannst das Laufrad leicht herausnehmen und wieder einsetzen. Wenn du Felgenbremsen hast, spreize die Bremsbeläge, indem du die Kabelspannung entfernst oder den Hebel umlegst. In diesem Video (und im echten Leben) stellen wir unser Rad auf den Kopf. So steht es stabil und die Laufräder sind leicht zu entfernen und wieder einzusetzen. Wenn du Bedenken wegen Kratzern oder Schrammen an deinem Lenkerband oder Sattel hast, suche dir eine Rasenfläche oder fahre mit einem Tuch in deiner Trikottasche. Wenn du ein Mountainbike mit hydraulischen Scheibenbremsen hast, machst du dir vielleicht Sorgen, dass Luft in die Bremsleitungen gelangt. Normalerweise ist das nur ein Problem, wenn du dein Rad lange auf dem Kopf stehend lagerst.
  3. Nimm das Laufrad aus dem Rahmen. Denk daran, dass jedes Fahrrad anders sein kann. Wir empfehlen, es zu üben, das Vorder- und Hinterrad auszubauen, sodass du vorbereitet bist, wenn du eine Reifenpanne hast. Generell ist es das Hinterrad, das Probleme macht. Wenn du auf das kleinste Ritzel der Kassette schaltest, geht es einfacher. Dann entferne die Achse (MTB) oder löse den Schnellspanner (aber ohne die Mutter zu entfernen!), zieh das Schaltwerk nach hinten aus dem Weg und ziehe dein Laufrad direkt nach oben aus den Ausfallenenden heraus.
  4. Bewege den Reifen hin und her, um den Wulst von der Felge zu lösen. Den Reifen in die Mitte der Felge zu schieben, erleichtert das Herausnehmen. Achte darauf, dass die ganze Luft aus dem Reifen entwichen ist, indem du auf das Ende des Ventils drückst (Presta) oder mit einem kleinen Gegenstand den Pin im Ventil drückst (Schrader).
  5. Mit der „Löffel“-Seite des Reifenhebers ziehst du den Reifenwulst hoch und von der Felge weg. Benutze den Haken am Ende des Hebers, um ihn an der Speiche des Laufrads einzuhaken.
  6. Du setzt den zweiten Reifenheber mit der „Schaufel“-Seite unter den Reifenwulst neben den ersten Reifenheber, den du eingesetzt hast. Du schiebst ihn weiter, um eine Seite des Reifens komplett aus der Felge zu entfernen.
  7. Nun kommst du leicht an den Schlauch. Zieh den Schlauch aus dem Reifen.
  8. Prüfe das Äußere des Reifens auf Löcher oder Risse. Fahre mit den Fingern vorsichtig über die Innenseite des Reifens, um dich zu vergewissern, dass nichts Scharfes darin steckt. Entferne alles, was eine zweite Panne verursachen könnte!
  9. Pumpe den neuen Schlauch leicht auf, um ihn einfacher in den Reifen zu bekommen. Das kannst du mit der Handpumpe oder mit dem Mund machen! Dreh einfach das Ende des Presta-Ventils des Schlauchs auf, drück auf das Ende, damit die Luft in den Schlauch fließen kann und… puste!
  10. Wenn eine Seite des Reifens auf der Felge ist, führe das Ventil des neuen Schlauchs in die Felge ein. Setze den Schlauch in den Reifen ein. Dann arbeitest du mit beiden Händen vom Ventil abwärts und bringst den Reifenwulst in die Felge.
  11. Wenn du den größten Teil des Reifens in der Felge hast, kann das letzte Stück etwas widerspenstig sein.

PROFI TIPP: Wenn das letzte Stück sehr stramm ist, fange wieder oben an und bewege den Reifen mit den Händen in die Mitte der Felge. So wie du es zu Beginn gemacht hast, um den Wulst von der Felge zu lösen, wird der Reifen so lockerer, was es einfacher macht, ihn auf die Felge zu bekommen. Während du den Reifen lockerst, arbeite dich nach unten vor. Wenn du unten angekommen bist, bekommst du diesen Reifen vielleicht mit bloßen Händen eingesetzt!

  1. Wenn der Reifen immer noch ein bisschen stramm ist, nimmt dir noch mal den Reifenheber und dreh ihn um, um den Reifen wieder auf die Felge zu bekommen. Bevor du ihn aufpumpst, solltest du den Rand des Reifens zurückziehen, um sicherzugehen, dass der Schlauch nicht unter dem Wulst eingeklemmt ist.

PROFI TIPP: Vorsicht! Wenn du einen Reifenheber benutzt, kann es passieren, dass du deinen nagelneuen Schlauch beschädigst! Setze den Reifenheber unter den Rand des Abschnitts des Reifens, der festsitzt. Dann solltest du den Rand der Felge mit der „Schaufel“ des Hebers fühlen können. Bewege den Heber am Rand der Felge vor und zurück. Wenn er leicht gleitet, ist alles klar. Wenn der Reifenheber sich anfühlt, als würde er an der Felge festklemmen oder kleben, ist dein Heber auf dem Schlauch. Zieh den Heber raus und drück den Schlauch mit den Fingern weiter in den Reifen hinein. Puh! Du hast gerade deinen nagelneuen Schlauch gerettet!

  1. Mit einer Pumpe deiner Wahl bringst du wieder Luft in den Reifen. Wir empfehlen, dass du deine CO2 Pumpe vorher ausprobierst, bevor du sie auf der Straße oder dem Trail benutzt. Manchmal können die Ventile knifflig sein, und es ist besser, eine Patrone zu Hause zu verschwenden, als wenn du sie wirklich brauchst.
  2. Bevor du dein Laufrad wieder in den Rahmen einsetzt, vergewissere dich, dass der Wulst des Reifens sauber in der Felge sitzt. Das kannst du überprüfen, indem du dir die Linie des Reifens nahe der Felge anschaust. Wenn diese Linie in die Felge abtaucht, sitzt dein Reifen nicht richtig. Er braucht vielleicht noch ein bisschen Luft, um seinen perfekten Sitz zu finden. (Wenn du kein CO2 mehr hast oder deine Luftpumpe nicht mehr hergibt, kannst du auf deinem Reifen nach Hause fahren, auch wenn er nicht richtig sitzt. Aber behebe es, sobald du nach Hause kommst. Wenn du weiter auf einem nicht richtig sitzenden Reifen fährst, besteht die Gefahr, dass sich die dünnere Seitenwand des Reifens an der Felge aufritzt.)
  3. Setz dein Laufrad ein. Wenn es um das Vorderrad geht, ist es ziemlich einfach. Nur beim Hinterrad haben die meisten Leute Probleme. Aber keine Sorge! Denk einfach daran, du hast schon auf das kleinste Ritzel der Kassette geschaltet, und da sollte deine Kette sein. Und denk auch daran, dass die Kassette zwischen die Kette gehört. Dann zieh einfach das Schaltwerk zurück und aus dem Weg, damit dein Laufrad in die hinteren Ausfallenden sinken kann. Setz die Achse wieder ein/zieh den Schnellspanner an und du bist startklar!
  4. Wenn du Felgenbremsen hast, vergiss nicht, das Kabel wieder anzuziehen, wenn das Laufrad eingesetzt ist. Lass das Laufrad kurz rotieren und zieh die Bremse an, um sicher zu sein, dass alles richtig funktioniert. Gut gemacht!

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