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Wie ich Fahrradmechanikerin in einem Profi-Team wurde

Lerne unsere Liv Racing Fahrradmechanikerin Jessica Brousseau kennen

Jessica Brousseau begann ihre Reise als Fahrradmechanikerin vor 7 Jahren. Sie lernte das Handwerk von einem engen Freund und arbeitete sich von der routinemäßigen Fahrradwartung zu einer hoch angesehenen und kompetenten Mechanikerin mit Spezialisierung auf den Laufradbau hoch. Zum ersten Mal arbeitete Jessica beim Launch des Intrigue Advanced in Squamish, BC für Liv, wo sie durch ihre Professionalität, ihr Können und ihre lockere Art auf sich aufmerksam machte. Als Liv Anfang 2019 Liv Racing ins Leben rief, war es eine Selbstverständlichkeit, Jessica als Mechanikerin einzustellen. Seitdem ist sie um die ganze Welt gereist und hat Rennfahrerinnen wie Isabella Naughton bei der Enduro World Series sowie Kaysee Armstrong, Crystal Anthony und Serena Bishop Gordon bei XC-Mountainbike-Events in ganz Nordamerika unterstützt. In der Nebensaison gibt Jessica Kurse, um anderen dabei zu helfen, MechanikerIn zu werden oder ihre Kenntnisse zu erweitern.

Über Jessica

Geburtsdatum: 1. Februar 1983

Heimatstadt: Val-d'Or, Quebec

Derzeitiger Wohnort: Nord Vancouver, British Columbia

Bevorzugte Radsport-Disziplin: Rennradfahren mit meinem Sporttourenrad

Hobby (neben dem Radfahren): Das mag ein bisschen verrückt sein, aber ich repariere Fahrräder und gehe mit meinen Freunden auf Freizeitradtouren. Meine Welt sind Fahrräder. Oh, und Werkzeug. Ich liebe Werkzeuge.

Bevorzugter Reiseort: Skookumchuk Hot Springs, das ist eine lokale natürliche heiße Quelle zwischen Pemberton und Lillooet.

Lieblingsessen: Poutine

Lebensmotto: Geh und lebe deine Träume, du hast nichts zu verlieren. Probiere neue Dinge aus und entdecke neue Träume, und du kannst nur gewinnen.

Fragen und Antworten

Liv: Was war für dich zuerst da: Fahrrad fahren oder an Fahrrädern arbeiten?

Jessica:

Ich fahre schon Fahrrad, seit ich 5 Jahre alt bin. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Mechanikerin werde, bis ich in meinen 30ern war.

Liv: Wie hat deine Karriere als Profi-Mechanikerin begonnen? Hattest du irgendwelche Mentoren, die dir geholfen haben, dahin zu kommen, wo du heute bist?

Jessica: Ich hatte einen Freund, der mich unter seine Fittiche nahm und in dessen Laden ich arbeitete. Er bot es mir an und ich sagte mir: "Warum nicht?" Wir fuhren die ganze Zeit Fahrrad und für ihn machte es Sinn, mir die andere Welt der Fahrräder zu zeigen. Aber Profi-Bike-Mechanikerin zu werden, das lag einfach an mir. Ich bin jahrelang in meiner Bike-Community geblieben und dann ist es passiert.

Liv: Warst du schon immer technisch veranlagt oder war Fahrräder reparieren etwas, dass du dir hart erarbeiten musstest?

Jessica: Ich war schon immer technisch veranlagt. Ich musste im Fahrradladen von der Pike auf lernen. In meinem ersten Jahr habe ich nur Platten repariert. Dann bin ich dazu übergegangen, Reparaturen zu übernehmen, Laufräder zu bauen und alles, was dazwischen liegt, um einen Laden am Laufen zu halten. Und rate mal was, ich lerne immer noch dazu. Ja, ich weiß, wie man ein Fahrrad repariert, aber die Wahrheit ist, dass es in der Fahrradbranche keine Standards gibt - diese Branche hält dich auf Trab.

Liv: Was sind deine Top 3 Tipps zur Fahrradwartung?

Jessica:

  1. Kontrolliere regelmäßig den Reifendruck, das beugt Reifenpannen vor und sorgt dafür, dass deine Reifen länger halten.
  2. Halte dein Fahrrad sauber, besonders deine Kette. Normalerweise mag ich es, wenn meine Kette auf der *trocken aussehenden* Seite ist. Zusätzliches Schmiermittel zieht nur Schmutz an und lässt den Antriebsstrang schneller verschleißen.
  3. Wenn du keine Zeit oder das Wissen hast, dein Fahrrad zu warten, bringe es einfach zu deinem örtlichen Fahrradladen. Warte nicht, bis es ein größeres Problem gibt. Meistens können Probleme verhindert werden, wenn du regelmäßig hingehst.

Liv: Die Fahrradindustrie als Ganzes ist männlich dominiert, aber die Anzahl der Fahrradmechanikerinnen ist schockierend gering. Was sind einige der Barrieren für Frauen, die versuchen, in diesen Bereich einzusteigen?

Jessica: Ja, es stimmt, die Fahrradindustrie ist männerdominiert. Aber ich muss all den Männern Anerkennung zollen. Unsere heutige Generation von Männern versteht die Gleichberechtigung der Geschlechter und akzeptiert Frauen in der Branche. Ich glaube, der nächste Schritt ist es, Frauen diese Möglichkeiten in der Bike-Industrie zu zeigen und dass es nicht nur "ein Job für Männer" ist. Es gibt bereits Frauen in der Bike-Industrie, die großartige Dinge tun, aber die meisten werden nie ins Rampenlicht gestellt.

Liv: Was denkst du, kann die Branche tun, damit mehr Frauen in Bikeshops arbeiten?

Jessica: Einfach mit Frauen reden. Frauen einladen und Events veranstalten, bei denen nur Frauen oder auch gemischte Gruppen teilnehmen können, aber zumindest die Community rund um das Thema Bike einbinden. Es würde viel bringen, wenn man Mädchen frühzeitig die Fahrradwelt näher bringt und sie vielleicht sogar schon in der Grundschule und High School mit dem Thema in Kontakt bringt.

Liv: Was sind deine Tipps, um Fahrradläden generell frauenfreundlicher zu machen?

Jessica: Es hilft ungemein, wenn Frauen in den Läden arbeiten.

Liv: Welchen Rat würdest du anderen Frauen geben, die Fahrradmechanikerin werden wollen?

Jessica: Du gehörst dazu, zweifle nie daran.